京都の逸品30

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Fußbekleidung

In Kyoto gibt es Fachgeschäfte für japanisches Schuhwerk, die vor über 100 Jahren gegründet wurden. Die in diesen Geschäften verkaufte Fußbekleidung wird von erfahrenen Handwerkern hergestellt und besitzt dadurch eine bequeme Passform für ihren Träger/ihre Trägerin. Nun folgt eine Einführung in die anspruchsvolle Herstellung von Geta (japanische Holzschuhe), die lange Zeit als modische Fußbekleidung während des Sommers in Japan getragen wurden.

Als Geta (japanische Holzschuhe) noch als Alltagsschuhe getragen wurden, gab es ein japanisches Sprichwort, das besagte: "Ohne beste Schuhe ist es sinnlos, selbst die feinste Kleidung zu tragen." Für Japaner war es sehr wichtig, was sie an ihren Füßen trugen und so erfreuten sie sich an modischer Fußbekleidung. Das erste Bild, das einem zum Begriff Geta (japanische Holzschuhe) einfällt, ist jenes von Menschen, die diese zusammen mit einem Yukata (dünner Kimono) während des Sommers tragen. Bis zu jener Zeit, in der sich Schuhe in Japan durchsetzten, waren Geta (japanische Holzschuhe) die meist getragene Fußbekleidung. Wenn man die lange Zeit bei den Japanern beliebten Geta (japanische Holzschuhe) in einem Satz beschreiben wollte, wäre dies "traditionelle Fußbekleidung, hergestellt von erfahrenen Handwerkern und genau an den Träger/die Trägerin angepasst."

Geta (japanische Holzschuhe) bestehen aus zwei separat gefertigten Teilen: den Sohlen (hölzerner Teil), auf denen die Füße stehen, und Hanao (Schlaufe der Holzsandale (Stoffteil)), mit denen sie an den Füßen befestigt sind. Die unbearbeiteten Geta (japanische Holzschuhe) werden nach den speziellen Wünschen des Trägers/der Trägerin aus hunderten möglichen Kombinationen ihrer Einzelteile hergestellt. Die Sohlen hochwertiger Geta (japanische Holzschuhe) werden aus japanischer Paulownie hergestellt. Diese Geta werden von Handwerkern in Handarbeit gefertigt. Die Sohlen der Geta (japanische Holzschuhe) werden mit traditionellen Techniken wie Lackierung und Kamakura-Gravur, die seit Generationen weitergegeben wurden und noch immer in Japan existieren, bearbeitet. Das macht es sehr schwer sich für nur ein Paar Sohlen zu entscheiden, wenn man Geta (japanische Holzschuhe) für sich anfertigen lässt. Hanao (Schlaufe der Holzsandale) werden selbstverständlich auch allesamt in Handarbeit gefertigt.

Hanao (Schlaufe der Holzsandale) wird normalerweise mit dem chinesischen Schriftzeichen für "Nase" geschrieben, doch manchmal verwendet man auch das Schriftzeichen für "Blume". Dahinter steckt der Gedanke, dass der Handwerker etwas so elegantes und schönes wie eine Blume herstellt. Mit der gleichen Sorgfältigkeit, wie beim Design der Schuhe konzentrieren sich die Handwerker darauf, etwas Herrliches zu schaffen, wenn sie Hanao (Schlaufe der Holzsandale) herstellen. Der wichtigste Teil der Fertigung eines Paares Geta (japanische Holzschuhe) ist das Zusammensetzen von Sohlen und Hanao (Schlaufe der Holzsandale) durch den Handwerker.

Angeblich unterscheidet sich bei allen Leuten ein wenig die Größe vom linken und rechten Fuß. Je nach Person kann dieser Unterschied mehr als 1cm betragen. Die auf jahrelanger Erfahrung basierende Handwerkskunst erlaubt es den Handwerkern, der Größe des Fußes des Trägers/der Trägerin entsprechende Feinanpassungen vorzunehmen, wie dies bei der Herstellung von Schuhen nicht möglich ist. Dies beweist nicht nur eine Hingabe zur Schönheit, sondern auch die Hingabe zur Herstellung möglichst bequemer Fußbekleidung.

Es gibt auch eine bestimmte Art und Weise, Geta (japanische Holzschuhe) zu tragen. Beim Tragen von Sandalen liegt der gesamte Fuß auf der Sohle, bei Geta (japanische Holzschuhe) ist die Ferse jedoch ca. 2-3 cm vom hinteren Ende der Sohle entfernt, da dies als stilvoller und modischer angesehen wird. Durch die besondere Aufmerksamkeit, die das Tragen der Geta (japanische Holzschuhe) hier erfährt, bekommt man einen guten Einblick in das Wesen Kyotos. Wenn man nach Kyoto kommt und sich dort Geta (japanische Holzschuhe) nach Maß anfertigen lässt, bekommt man einen guten Eindruck von Kyotos traditioneller Handwerkskunst, schöner Fußbekleidung und vom Feingefühl der Japaner.

Japanische Schirme und Papierlampions

Bei japanischen Schirmen wird japanisches Papier oder japanische Seide über einen Bambusrahmen gespannt.

Diese Schirme kamen aus China und wurden zuerst vom Adel der Heian-Zeit und der Kamakura-Zeit verwendet. Ab der Edo-Zeit bis zur Einführung von Schirmen westlicher Art in der Meiji-Zeit waren japanische Schirme auch in der normalen Bevölkerung weit verbreitet. Papierlampions sind Geräte zur Beleuchtung, die aus einem zylindrischen Rahmen aus Bambus bestehen, der wie ein japanischer Schirm von japanischem Papier überspannt ist. In diesen Rahmen ist eine Kerze eingesetzt. Als sich unter der Bevölkerung der Edo-Zeit Kerzen in Japan zu verbreiten begannen, führte dies gleichzeitig auch zu einer Verbreitung von Papierlampions. Unter den japanischen Schirmen verfügen diejenigen im Kyoto-Stil über eine sehr lange Geschichte. Man glaubt, dass sie seit der Heian-Zeit in Benutzung sind.

Ganz typisch für eine alte Hauptstadt fand in Kyoto allmählich eine Ansammlung regionaler Spezialitäten aus ganz Japan statt. Genauso war es auch mit japanischen Schirmen im Kyoto-Stil, die für die speziellen Bedürfnisse der Einwohner der Stadt entsprechend verfeinert wurden. Auf dem Höhepunkt der Schirmproduktion sollen hier mehr als 15.000.000 Schirme jährlich hergestellt worden sein. Mit Beginn der Meiji-Zeit und dem Gebrauch von Schirmen westlicher Art ging die Produktion stark zurück. Heutzutage werden japanische Schirme nicht mehr wie in der Vergangenheit im Alltag benutzt.

An Standorten wie Gifu, das als Produktionszentrum für japanische Schirme weithin bekannt ist, und auch in Kyoto, Kanazawa, Oita und Tottori ist eine kleine Zahl von Handwerksbetrieben für japanische Schirme übriggeblieben. Gleichzeitig sind japanische Schirme aber auch ein unentbehrlicher Teil der Teezeremonie, des japanischen Tanzes und des Kabuki, und viele japanische Schirme werden auch auf Festen benutzt. Zudem werden japanische Schirme für die Innenausstattung von Ryokan (Hotel im japanischen Stil) und Restaurants im japanischen Stil verwendet, um ein geschmackvolles Ambiente herzustellen.

Man vermutet, dass der Urtyp der heutigen faltbaren Papierlampions in der Muromachi-Zeit geschaffen wurde. Es gibt verschiedene Arten von Papierlampions z.B. hängende Papierlampions und solche mit bogenförmigen Griffen, die von Hand getragen werden. Papierlampions, die auf Festen benutzt werden, sind mit den Namen von Tempeln oder Schreinen oder Familienwappen beschriftet. In Kyoto sind Papierlampions ein wesentlicher Bestandteil traditioneller Veranstaltungen und von Festen in Tempeln und Schreinen. Man benutzt sie auch häufig als Hinweis auf Geschäfte. Sie sind ein fester Bestandteil des Alltags.

Gemüse aus Kyoto

"Gemüse aus Kyoto" ist eine Bezeichnung für Gemüse, das in der Präfektur Kyoto produziert wird. Es gibt jedoch keine konkrete Definition für "Gemüse aus Kyoto". Alles Gemüse, das in der Präfektur Kyoto produziert wird, gilt daher einfach als "Gemüse aus Kyoto".

Im Jahr 1987 legte die Präfektur Kyoto eine neue Definition für "traditionelles Gemüse aus Kyoto" fest und wählte aus einer enormen Vielfalt traditioneller Gemüsesorten, die seit langer Zeit angebaut wurde, Gemüse für diese Bezeichnung aus, um sie bekannter zu machen und zu schützen. Zusätzlich wählte man aus diesen traditionellen Gemüsesorten noch "erstklassiges Gemüse aus Kyoto" aus, was den Absatz dieser Gemüsesorten enorm steigen ließ. Infolgedessen ist traditionelles Gemüse aus Kyoto nun landesweit bekannt. "Traditionelles Gemüse aus Kyoto" wird nun allgemein als "Gemüse aus Kyoto" bezeichnet.

Gemüse wird seit langer Zeit in Kyoto angebaut. Ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des Gemüseanbaus in Kyoto war die Tatsache, dass Wetter und Klima in Kyoto sehr gut für den Anbau von Gemüse geeignet sind. Die Ebene von Kyoto ist von starken jahreszeitlichen Temperaturunterschieden geprägt. Hier herrscht durchdringende Kälte im Winter und extreme Hitze im Sommer. Das Klima im Rest des Jahres ist milde und es gibt keine saisonbedingten Stürme. Der Boden zwischen dem Katsura-Fluss im Westen und dem Kamo-Fluss im Osten enthält Ablagerungen mit einem hohen Nährstoffgehalt. Sie stammen von stromaufwärts und wurden von den genannten Flüssen hinab getragen. Die Flüsse und das reichlich vorhandene Grundwasser liefern hochwertiges Wasser. Diese Faktoren sorgen für ideale Umweltbedingungen zum Anbau von hochwertigem Gemüse.

Nachdem die Hauptstadt Japans 794 nach Kyoto verlegt worden war, strömten verschiedene Güter und kulturelle Einflüsse vom asiatischen Festland und aus ganz Japan nach Kyoto. Und damit natürlich auch diverse Gemüsesorten. Diese Gemüsesorten wurden für die Küche am Kaiserhof benutzt und dem Kaiser und den Hofadligen serviert. Zudem nutzte man sie in der Shojin-Küche (vegetarische Küche), welche in Tempeln und Schreinen zubereitet wird. Mit der Entwicklung verschiedener Küchen kam es zum Anbau weiterer Gemüsesorten, um noch mehr hochwertiges Gemüse zu produzieren. Schließlich verbreitete sich der Konsum von Gemüse auch in der allgemeinen Bevölkerung. In Kyoto gibt es eine starke Verbindung zwischen Gemüse, religiösem Glauben und Gesellschaft. Bräuche wie das "Zuiki-Festival", "Kyuri-fuji" (Gurken als Zeremonialgegenstand zur Abwehr von Krankheiten) und "Daikon-daki" (Kochen von japanischem Rettich) sind noch immer und überall in Kyoto stark verwurzelt.

Seit jeher versuchte man, die traditionellen Gemüsesorten aus Kyoto durch Zucht und Erhöhung der Zahl der angebauten Sorten zu verbessern. Anbau und Ernten des Gemüses erfordern jedoch viel Arbeit und auch viel mehr Zeit als Massenproduktionen und -Verkauf von modernem Gemüse, weswegen bestimmte Gemüsesorten langsam vom Markt verschwinden. Deshalb wurden 1987 34 dieser Gemüsesorten (einschließlich einiger ausgestorbener Sorten) für die Bezeichnung "traditionelles Gemüse aus Kyoto" ausgewählt und dadurch ihre Erhaltung und ihr Anbau angeregt. Derzeit tragen insgesamt 40 Sorten diese Bezeichnung: 35 Sorten "traditionelles Gemüse", 3 Sorten "Gemüse, das als traditionelles Gemüse angesehen wird" und 2 "ausgestorbene Sorten". Zudem fallen 14 Sorten des "traditionellen Gemüses aus Kyoto" unter die Bezeichnung "erstklassiges Gemüse aus Kyoto". Sie werden in bestimmten Mengen produziert und sollen so für die Stadt Kyoto werben, die damit an den Bemühungen der Präfektur Kyoto zur Förderung traditionellen Gemüses teilnimmt.

Traditionelles Gemüse aus Kyoto ist folgendermaßen definiert: 1) Gemüse, das vor der Meiji-Zeit eingeführt wurde. 2) Gemüse, das nicht nur in der Kyoto-Gegend, sondern in der gesamten Präfektur Kyoto produziert wird. 3) Bambussprossen. 4) Pilzsorten sind nicht inbegriffen. 5) Gemüse, das derzeit angebaut und geschützt wird, sowie ausgestorbene Arten.

* "Gemüse, das als traditionelles Gemüse angesehen wird" bezieht sich auf Sorten, die nach Beginn der Meiji-Zeit entwickelt wurden.

Es gibt jedoch keine konkrete Definition für "Gemüse aus Kyoto".

Puppen im Kyoto-Stil

Wenn von Puppen im Kyoto-Stil die Rede ist, denkt man normalerweise eher an Puppen, welche von Handwerkern recht schlampig als Souvenirs hergestellt werden. Doch auch für diese Puppen ist der Herstellungsprozess in ein System der Arbeitsteilung aufgeteilt. Sie sind hoch angesehene Produkte eines traditionellen Kunsthandwerks, dessen Können von Generation zu Generation weitergegeben wird. Sie werden von Handwerkern, die Puppenköpfe herstellen, Puppenhaarherstellern, Puppenhand-und -Armherstellern und Schneidern für Puppenkleider einzeln und an verschiedenen Orten produziert. Jeder Schritt innerhalb der Arbeitsteilung erfordert ein hohes Maß an Sachkenntnis und Liebe zum Detail.

Kyoto gilt als Geburtsort der japanischen Puppen. Blickt man in die Vergangenheit, so stellt man fest, dass das Spiel mit Puppen zu einem beliebten Zeitvertreib für Kinder der Heian-Aristokratie am kaiserlichen Hof wurde, als die Zeit der Amagatsu und Hoko (Puppen für Kinder, um das Böse abzuwehren) vorbei war. Puppen im Kyoto-Stil entstanden also zu dem Zeitpunkt, als Puppen nicht mehr zur Darstellung von Personen oder Vertreibung des Bösen, sondern einfach nur als Spielzeug verwendet wurden. Mit Beginn der Edo-Zeit wurde der 3. März (Mondkalender) zum Tag des Mädchenfestes erklärt. Für diesen Tag entwickelte man Festpuppen in sitzenden Positionen für die Mädchen. Auch für das Jungenfest am 5. Mai (Mondkalender) begann man schließlich mit der Herstellung von Samurai-Kriegerpuppen und Samurai-Prunkhelmen.

In der Edo-Zeit begann man mit der Herstellung verschiedener Arten von Puppen. Dadurch, dass der luxuriöse Nishijin-Stoff inzwischen leichter zu erwerben war, wurden in Kyoto nun bei ständiger Verbesserung der handwerklichen Fähigkeiten ihrer Hersteller sowohl Puppen für Jahreszeitenfeste, als auch verschiedene hochwertige Puppen, die wie Kamo-Puppen, Saga-Puppen und Gosho-Puppen, die alle als eigene Kunstform angesehen werden können, entwickelt. Diese Puppen werden auch heute noch hergestellt. Durch die ständigen Verbesserungsbemühungen der Puppenmacher des Kyoto-Stils und deren Können bei der Herstellung dieser Puppen entstand eine Kostbarkeit, die sowohl in Japan als auch in der ganzen Welt geschätzt wird.

Kamo-Puppe: Eine kleine, hölzerne Puppe, deren Kleidung ohne Klebstoff in Schnitten in ihrem Weideholzkörper befestigt wird. Dem Volksglauben nach wurde die erste Kamo-Puppe in der Genbun-Ära von einem Funktionsträger des Kamo-Schreines gefertigt, der dazu übrig gebliebenes Holz zur Herstellung ritueller Gegenständen benutzte.

Gosho-Puppe: Eine dicke Puppe, die ein Kind mit kreidebleicher Haut darstellt. Die meisten von ihnen sind aus Holz geschnitzt und mit Kalk lackiert. Diese bezaubernden Puppen aus der Edo-Periode sind auch heute noch beliebt.

Isho-Puppe (kunstvoll gekleidet): Puppen für das Mädchenfest oder Samurai-Kriegerpuppen mit Samurai-Helmen und Rüstung für das Jungenfest. Sie sind es wirklich wert, Puppen im Kyoto-Stil genannt zu werden und werden auch heute noch von erfahrenen Handwerksmeistern hergestellt.

Ichimatsu-Puppe: Eine Puppe, die Ichimatsu Sanogawa, einem bekannten Kabuki-Schauspieler in der Edo-Zeit nachgebildet ist. Es gibt Jungen- und Mädchenpuppen, die zur Feier von Geburten, Jahreszeitenfesten und Hochzeiten benutzt werden.

Essstäbchen im Kyoto-Stil

Essstäbchen sind die einfachsten und praktischsten Esswerkzeuge der Welt.

Mit zwei einfachen Stäbchen, die als Verlängerung der Finger dienen, kann man schneiden, verrühren, Essen zerkleinern (z.B. Fisch), einwickeln, festhalten, drücken, durchbohren und schaufeln. Für die Produktion von Essstäbchen werden verschiedene Materialien benutzt, unter anderem pflanzliche, tierische (Elfenbein), mineralische (Silber und Edelstahl) und Kunstharz (Plastik). Es gibt Essstäbchen mit Holzmaserung, die aus Bambus, Zeder, japanischer Zypresse, Kiefer, Maulbeerbaum, Kastanie, Kirsche, Ebenholz oder Palisander hergestellt werden. Außerdem gibt es Essstäbchen aus Lack, die mit den Methoden von Lackkunst und -handwerk produziert werden. Abgesehen von den Essstäbchen gibt es auch noch Servierstäbchen, Kochstäbchen, Stäbchen für die Teezeremonie und Stäbchen für die Benutzung bei Shinto-Ritualen. Essstäbchen im Kyoto-Stil erlangten aufgrund der Tatsache, dass Kyoto lange Zeit Japans Hauptstadt war, eine wichtige Rolle in der reichhaltigen Esskultur Kyotos, da sich hier Kyo-Küche und Teezeremonie entwickelten.

Durch die Verwendung von Essstäbchen erwarben sich die Japaner eine spezielle ästhetische Wahrnehmung und ein einzigartiges System der Etiquette. Essstäbchen hält man korrekt, indem man sie so auf die Handfläche legt, dass sie parallel liegen und etwa 2-3cm voneinander entfernt sind. Es gibt unterschiedliche Materialien und Funktionen für Essstäbchen. Jede Art von Essstäbchen wird für einen bestimmten Zweck verwendet. In Japan sind hölzerne Essstäbchen und Essstäbchen aus Lack am weitesten verbreitet, gefolgt von Essstäbchen aus Bambus. In Kyoto gibt es Geschäfte, die mehr als 400 Arten von Essstäbchen verkaufen. Sie sollen die Bedürfnisse und die hohen Anforderungen der vielen erstklassigen Küchenmeister und Iemoto (Großmeister) der Teezeremonie in Kyoto erfüllen. Daher haben sich Essstäbchen im Kyoto-Stil auch zu einer Stütze der Esskultur dieser Stadt entwickelt.

Rikyu-Essstäbchen aus Rotholz: Diese Essstäbchen werden für die Kaiseki-Küche (leichte Küche zur Teezeremonie) verwendet und besitzen eine schöne glatte Holzmaserung, sind aus Zedernholz und verströmen einen leichten Duft. Ihre Form passt sich perfekt der Hand an. Außerdem fühlen sich weich an, wodurch man durch sie ein Höchstmaß an Omotenashi (Gastfreundschaft) ausdrücken kann.

Essstäbchen aus exotischem Holz: Diese Essstäbchen werden aus Holz geschnitzt, welches sowohl schwer als auch ungewöhnlich hart für Essstäbchen-Material ist. Der natürliche Glanz der Holzmaserung macht das Besondere an diesen wunderschönen und langlebigen Essstäbchen aus.

Essstäbchen aus Lack: Diese Essstäbchen werden an verschiedenen Produktionsorten hergestellt und unterscheiden sich in Lackierungsmethoden und Dekorationen.

Wakasa-Lackstäbchen: Diese Essstäbchen weisen ein luxuriöses Design auf und sind mit Perlmutt, Blattgold und Blattsilber verziert.

Wajima-Essstäbchen aus Lack: Aus Lack gefertigte Essstäbchen im eleganten Stil, die durch Goldeinlagen oder Verzierungen mit Gold und Silber mit Bildern und Dekorationen versehen wurden.

Tsugaru-Essstäbchen aus Lack mit Goldauflage: Diese Essstäbchen werden durch sorgfältiges Auftragen mehrerer Lackschichten hergestellt, womit man langlebige Essstäbchen mit einer glänzenden und vielschichtigen Lackierung erhält.

Schreibpinsel und japanische Schreibwaren

Schreibpinsel kamen vor ungefähr 1.600 Jahren von China nach Japan. Die Herstellung von Schreibpinseln in Japan begann vor ungefähr 1.200 Jahren, als sie in die japanische Kultur aufgenommen wurden. Einhergehend mit der Entwicklung der Kana-Schriftzeichen entwickelte sich der Schreibpinsel zu einem einzigartigen japanischen Schreibgerät. Neben den Schreibpinseln selbst benötigte man noch andere Utensilien, wie Tuschestein, Reibsteine und Papier, um die Schriftkultur an künftige Generationen weitergeben zu können. Diese vier Schreibutensilien wurden seither kontinuierlich von auf jeweils eine davon spezialisierten Handwerkern hergestellt.

Schreibt man mit einem Schreibpinsel, benötigt man einen Reibstein und einen Tuschestein. Zur Herstellung von Tinte gießt man eine kleine Menge Wasser in den Reibstein und reibt nun den Tuschestein auf diesem, um schwarze Tinte herzustellen, mit der man dann auf Papier schreiben kann. Wenn man im Alltagsleben einen Brief in besonders höflicher Weise schreibt oder Namensschilder für eine Hochzeitsfeier oder eine Ausstellung beschriftet, verwendet man manchmal einen Schreibpinsel.

Heutzutage gibt es Kalligraphie-Pinsel, bei denen die Tinte schon im Schreibpinsel steckt und somit Tuschestein und Reibstein nicht nötig sind. Viele Japaner benutzen Kalligraphie-Pinsel, um bequem Briefe schreiben zu können. In normalen Schreibwarengeschäften sind teure Schreibpinsel heutzutage selten erhältlich. Üblicherweise werden dort modernere Schreibutensilien, wie Kalligraphie-Pinsel und Füllfederhalter verkauft, wie man sie normalerweise im Alltagsleben benutzt.

Schreibpinsel und Tuschesteine werden manchmal von ausländischen Touristen gekauft. Für jene Leute, die einen Schreibpinsel zum ersten Mal benutzen, gibt es Kalligraphie-Sets, die einen praktischen Transportkoffer beinhalten. Sie werden auch für Grundschüler empfohlen. Diese Sets beinhalten Pinsel, Tuschestein, eine Unterlage, einen Briefbeschwerer, einen Behälter für Wasser und etwas Papier. Mit den Schreibpinseln dieser Sets kann man sogar Briefe schreiben.

Tofu nach Kyoto-Art und Yuba nach Kyoto-Art (getrockneter Tofu)

Seit jeher wird Yuba als einer der Juwelen Kyotos angesehen. Es ist eine der regionalen Spezialitäten Kyotos.

Man weiß nicht, woher er stammt, aber man vermutet, dass er vor langer Zeit gemeinsam mit dem Buddhismus aus China kam. Das Klima und die natürlichen Gegebenheiten in Kyotos schöner Landschaft sind ideal zur Herstellung von Yuba. Zudem wird die Produktion von Yuba immer noch durch den Faktor gefördert, dass Kyoto die Hauptstadt des Buddhismus in Japan mit vielen Tempeln ist und Yuba eine wesentliche Rolle in der Shojin-Küche (vegetarische Küche) und der Kaiseki-Küche (leichte Küche zur Teezeremonie) spielt. Yuba wird mit traditionellen Techniken aus hochwertigsten Sojabohnen hergestellt, schmeckt mild und wird seit Jahren für seinen charakteristischen Kyoto-Geschmack geliebt, der eine Vielzahl an Nährstoffen beinhaltet.

Zur Herstellung von Yuba werden Sojabohnen über Nacht eingeweicht, danach in Pastenform gestampft, in einen großen Topf gegeben und darin gekocht. Die Paste wird dann durch einen feinmaschigen Beutel geseiht, womit sie in Okara (Sojabohnenölmasse) und in Yubamilch (Sojamilch) getrennt wird. Die Sojamilch wird in einer großen, flachen Pfanne erhitzt. Dabei bildet sich eine dünne Haut an der Oberfläche. Diese Haut ist Yuba. Diese Methode ähnelt der Herstellung einer Haut an der Oberfläche von Milch durch Erhitzen. Da die Erzeugung der idealen Hitze für die Herstellung von Yuba mit Feuer schwierig ist, stellt man ihn heutzutage in einem Wassertauchbad her.

Yuba kann grob in frischen Yuba und getrockneten Yuba eingeteilt werden. Frischer Yuba ist in rohem Zustand und wurde gerade aus der Pfanne geholt. Da inzwischen alle Haushalte über Kühlgeräte verfügen, kann frischer Yuba auch zu Hause gegessen werden. Dennoch ist frischer Yuba nur etwa drei Tage haltbar. Frischer Yuba kann sehr gut auf die gleiche Art und Weise wie Sashimi (roher Fisch) zusammen mit Sojasoße und japanischem Meerrettich, mit Sojasoße und Ingwer oder mit Ponzu-Soße gegessen werden.

Getrockneter Yuba hält sich über einen längeren Zeitraum frisch. Getrockneter Yuba hält sich ungefähr zwei Monate lang bei Zimmertemperatur. Um getrockneten Yuba zu essen, gießt man Wasser in ein Sieb mit dem getrockneten Yuba und lässt ihn für zwei bis drei Minuten ziehen. Danach wird der Yuba in eine Pfanne gegeben, mit Salz, Sojasoße, Zucker, Mirin (süßer Sake zum Kochen) etc. gewürzt und kurz gekocht. Wenn man getrockneten Yuba auf diese Weise zubereitet, ist er weich wie frischer Yuba. Getrockneter Yuba kann auch gut zu Suppen, Misosuppen, nicht eingedickten Eintopfgerichten, Sukiyaki oder Nabemono (Eintopfgerichte) gegessen werden.

Yuba ist sehr nährstoffreich. Er ist reich an pflanzlichen Eiweißen und Fetten und außerdem sehr leicht verdaulich. Außer in der japanischen und chinesischen Küche wird er in letzter Zeit auch in der französischen und italienischen Küche verwendet. Yuba selbst hat einen milden Geschmack, sodass er in Zukunft wohl problemlos von den Küchen zahlreicher Länder mitverwendet werden dürfte.

Nishijin-Stoff

Im 5. Jahrhundert kam die Webtechnik vom asiatischen Festland nach Japan. Nach Verlegung der Hauptstadt nach Kyoto erlebte die Seidenstoffproduktion in Nishijin ihre Blütezeit. Damit ging eine Belebung der Produktion hochwertiger Stoffe wie Körper und Brokat einher, die einen wesentlichen Bestandteil der Kultur am Kaiserhof ausmachten. Dieser Stofftyp zeichnet sich durch den Einsatz höchst kreativer Designs und fortgeschrittener Webtechniken aus. Es werden vorgefärbte Stoffe mit Hilfe eines Systems zur Herstellung verschiedener Waren in kleinen Mengen produziert. Die Stoffe sind luxuriös und prächtig verziert. Im Gesetz zur Förderung traditioneller Handwerksbetriebe sind zwölf Arten dieses Stoffes ausgewiesen. Es werden viele Variationen des Stoffes produziert, da es fast nichts gibt, das nicht darin eingewoben werden kann.

Nishijin-Stoff zeichnet sich durch den Gebrauch von gefärbten Fäden aus, mit denen Designs gewoben werden. Zur Fertigstellung des Stoffes sind etwa 20 Arbeitsschritte erforderlich. Jeder von ihnen wird in einem System der Arbeitsteilung von einem eigenen Handwerker durchgeführt. Nach der Verlegung der Hauptstadt nach Heian im Jahre 794 wurde ein Textilverband gegründet und die Weberei als Gewerbe unter staatlicher Aufsicht eingerichtet. Viele Handwerker verließen die Gegend jedoch während der Ounin-Kriege und die Weberei erlebte ihren Niedergang. Als die Kriege endeten, kamen die Handwerker wieder nach Kyoto zurück, wodurch die Baumwolltextilindustrie wieder auflebte.

Man nennt diese Stoffe Nishijin-Stoff, obwohl es keinen Bezirk namens Nishijin in Kyoto gibt. Der Name des Nishijin-Gebietes, in dem sich viele Handwerker zur Herstellung von Nishijin-Stoff angesiedelt haben, stammt daher, dass die "westliche Armee" während der Ounin-Kriege ihr Lager in diesem Gebiet aufgeschlagen hatte. Nach Übernahme bestimmter Techniken aus China wurde die Herstellung von Stoffen mit bunten Mustern und Designs unter Verwendung von vorgefärbten Fäden möglich, und so begann sich der Nishijin-Stoff als luxuriöser Seidenstoff zu etablieren. Diese Stoffart umfasst viele Arten von Stoffen, die allesamt luxuriös und prächtig sind.

Während der Nishijin-Stoff und dessen Produktionszentrum Nishijin unter dem Schutz des kaiserlichen Hofes und Hideyoshi Toyotomis standen, entwickelten die Handwerker ihre Fertigkeiten weiter und suchten nach Wegen, neue Techniken zur Herstellung hervorragender Stoffe zu erlernen, wie zum Beispiel die Herstellungstechniken vom asiatischen Festland. Obwohl die Verkaufszahlen aufgrund der sich verändernden Lebensweisen der Menschen von Jahr zu Jahr sinken, repräsentiert das Nishijin-Stoff-Gewerbe Japans Seidenstoffindustrie und ist weiterhin der angesehenste Produktionsstandort Japans für luxuriöse Stoffe.

[Quelle: Nishijin Web Nishijin Textile Industrial Association http://www.nishijin.or.jp/index.html]

Kordeln

Unter den verschiedenen Arten von Schnüren die im Alltagsleben benutzt werden, sind Kordeln von besonderer ästhetischer Qualität und definitiv von künstlerischer Schönheit.

Es gibt zehn verschiedene Arten, Kordeln zu flechten. Die Flechtmethoden unterscheiden sich je nach Gebrauch einer Kordel. Früher wurden Kordeln für Sageo (Schnüre zur Befestigung von Klingen) und als Schnüre zum Aufhängen von Moskitonetzen in den Häusern während des Sommers benutzt. Heutzutage werden diese eleganten Produkte des traditionellen Kunsthandwerks bei Antiquitäten als Schnur von Pillenschachteln und als Netsuke (Schmuckstück am Ender einer Schnur)-Schnüre, außderdem als Schnüre für Teebehälter oder Beutel bei Gegenständen für die Teezeremonie benutzt.

Schon seit der Heian-Zeit ist Kyoto ein Produktionszentrum für Kordeln. Kordeln nach Kyoto-Art werden zu Produkten des traditionellen Kunsthandwerks in Japan gezählt. Kordeln nach Kyoto-Art sind elegante Produkte des traditionellen Kunsthandwerks, die durch das Zusammenflechten vieler einzelner Schnüre hergestellt werden. Dieses Herstellungsverfahren braucht sehr viel Zeit und ist in einem System der Arbeitsteilung organisiert. Nachdem sämtliche Aufgaben, wie die Herstellung von gefärbtem Fäden aus Rohgarn und das Spinnen beendet sind, werden die Kordeln geflochten und veredelt. Kordeln haben eine lange Geschichte, doch ihre Form und ihr Gebrauch haben sich im Lauf der Zeiten geändert.

Das Design der Heian-Zeit legte Wert auf höfische Anmut und Eleganz, weswegen Kordeln für Kleidung und Schmuck benutzt wurden, wie z.B. Hirao (Gürtel für Kimonoschärpen), Sodekukuri (Ärmelverschluss) und Kabuto-no-o (Schnüre für dekorative Kopfbekleidung). In der Kamakura-Zeit benutzte man Kordeln hauptsächlich bei Waffen. In der Muromachi- und der Azuchi-Momoyama-Zeit wurden sie einhergehend mit der steigenden Bedeutung der Teezeremonie hauptsächlich für Gegenstände wie Takuboku (hängende Schnüre) verwendet, da Rollbilder und Designs vergleichsweise schlichter wurden. In der Edo-Zeit wurden Kordeln als Haori-Schnüre (des Halbmantels über dem Kimono), als Schnüre für Kumiobi (geflochtene Kimono-Schärpe) und Handtaschen, und als Schnüre für Haarschmuck benutzt. Allmählich fing auch das einfache Volk an, sie zu benutzen. Seit der Meiji-Zeit benutzt man Kordeln hauptsächlich als ein Accessoire für japanische Kleidung, das üblicherweise als Obi-Schnur (der Kimono-Schärpe) getragen wird.

Geht man nur von den Standard-Flechtmethoden aus, gibt es etwa 40 Kordelarten. Bezieht man jedoch unterschiedliche Designs mit ein, steigt die Zahl der Kordelarten auf etwa 3.000 an. Kordeln werden hergestellt, indem man dutzende Fäden auf Scheiben wickelt und die Kordel flicht, indem man die Fäden schräg übereinander kreuzt. Kreuzt man die Fäden schräg übereinander, werden die Kordeln dadurch elastisch. Kordeln werden oft als Obi-Schnüre (der Kimono-Schärpe) an japanischer Kleidung benutzt. Durch ihre Elastizität passen sich Obi-Schnüre (der Kimono-Schärpe) an die Atmung des Trägers/der Trägerin an, sodass sie weder zu fest, noch zu locker sitzen.

Utensilien für die Teezeremonie

Die Kunst der Teezeremonie besteht darin, beim Kochen von Wasser und Tee und dessen anschließendem Servieren die richtigen Umgangsformen und die richtige Vorgehensweise einzuhalten.

Die Teezeremonie betont das Gefühl der Einheit zwischen Gastgeber und Gast, sowie das Glück, Gäste bedienen zu dürfen. Gegenstände für die Teezeremonie, wie Teetassen und Rollbilder, welche in der Nische eines Raumes für die Teezeremonie aufgehängt werden, sind hochwertige Kunstwerke, welche zum Gesamtkunstwerk der Teezeremonie während ihrer gesamten Dauer beitragen. Dank des Teeanbaugebietes in der Gegend von Uji und wegen der vielen Teehäuser blühte die Kultur der Teezeremonie-Geräte in Kyoto schon vor langer Zeit auf. Viele der verschiedenen Teezeremonie-Geräte stellen das handwerkliche Können in Kyotos traditionellem Kunsthandwerk unter Beweis.

Die jeweilige Jahreszeit ist sehr wichtig für die Teezeremonie. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten in der Teezeremonie. Von Mai bis Oktober benutzt man den Furo (tragbarer Ofen) zum Kochen des Tees, von November bis April den Ro (Herd). Beim Erlernen der Teezeremonie fängt man mit den Grundlagen zur Etiquette bei der Teezeremonie an. Die Etiquette der Teezeremonie erfordert zusätzlich zu im Eisenkessel gekochtem Wasser folgende Geräte zur.

Chawan (Teeschale): Chawan (Teeschale) besitzen eine Seite, die als deren Vorderseite gilt. Als Vorderseite gilt die Seite mit einer Abbildung. Wenn Tee gemacht und einem Gast serviert wird, zeigt die Vorderseite die Chawan (Teeschale) immer zum Gast. Wenn man den Tee erhält, nimmt der Gast die Chawan (Teeschale) mit der linken Hand und dreht sie vor dem Trinken nach rechts. Nachdem der Gast den Tee getrunken hat, dreht er die Chawan (Teeschale) wieder zurück, sodass die Vorderseite erneut zu ihm zeigt. Vor Zurückgeben der Chawan (Teeschale) dreht er sie so weit, bis die Vorderseite zum Gastgeber zeigt.

Kensui (Behälter für benutztes Wasser): In diesen Behälter wird das Wasser geschüttet, welches zur Säuberung der Chawan (Teeschale) benutzt wurde.

Chasen (Teeschneebesen): Ein Chasen (Teeschneebesen) wird verwendet, um den Tee zu schlagen. Man stellt ihn aus dünn geschnittenem Bambus her, welcher von Fäden zusammengehalten wird. Es gibt verschiedene Arten, die alle einem unterschiedlichen Gebrauch dienen. Form und Bambus-Art des Chasen (Teeschneebesen) unterscheiden sich je nach Stil der Teezeremonie.

Chashaku (Teelöffel): Dieser Gegenstand ähnelt einem Löffel. Man benutzt ihn, um Tee aus einer Natsume (Teedose) oder aus einem anderen Gefäß zu holen. Er wird hauptsächlich aus Bambus hergestellt.

Chakin (Teeserviette): Ein Tuch, das zum Abwischen einer Chawan (Teeschale) benutzt wird.

Natsume (Teedose): Eine Art Teebehälter. Es gibt Natsume (Teedose), die aus Holz und Bambus hergestellt werden, Keramik-Natsume (Teedose) und Lack-Natsume (Teedose), die man durch Auftragen von Lack auf japanisches Papier herstellt.

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