京都の逸品30

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Gofuku nach Kyoto-Art (Kimonos)

Japan, östlich des asiatischen Festlandes gelegen, wurde lange Zeit stark von der Kultur des asiatischen Festlandes beeinflusst. Der Kimono, ein traditionelles japanisches Kleidungsstück, bildet da keine Ausnahme. Der Begriff Gofuku bedeutet Kimono und wurde vom Namen einer alten chinesischen Dynastie abgeleitet. In Kyoto, der ehemaligen Hauptstadt Japans für über 1000 Jahre, entwickelte sich eine einzigartige japanische Kultur von Kleidung und Schmuck, trotz des spürbaren Einflusses fremder Kulturen. Kimonos, die mit großer Kunstfertigkeit und Gespür für Ästhetik im Kyoto-Stil hergestellt werden, nennt man Gofuku nach Kyoto-Art (Kimonos). Sie sind gewissermaßen ein Wahrzeichen der Stadt.

Die Entwicklung des Gofuku nach Kyoto-Art (Kimono) wurde stark von den Bräuchen des kaiserlichen Hofes beeinflusst, da Kyoto für über 1.000 Jahre die Hauptstadt Japans war. Ein Beispiel dafür ist der Brauch des jahreszeitlichen Kleiderwechsels. Um Kimonos passend zu einer bestimmten Jahreszeit herzustellen, macht man sich schon bei ihrer Produktion viele Gedanken über Webmethode, Materialien und Zuschnitt. Man wechselt sie dann an einem festen Termin zur jeweiligen Jahreszeit. Aufgrund des weit verbreiteten Gebrauches von Klimaanlagen und der Auswirkungen des Klimawandels halten sich immer weniger Japaner an den Brauch des jahreszeitlichen Kleiderwechsels. In traditionelleren Häusern wird dieser Brauch jedoch strikt eingehalten.

Für traditionelle Designs des Gofuku nach Kyoto-Art (Kimono) werden oft die einzigartigen Landschaften Japans und zur jeweiligen Jahreszeit blühende Blumen verwendet. Man sieht häufig auch Designs, die auf chinesischen Bräuchen oder historischen Ereignissen basieren und Designs, die aus dem Mittleren und Nahen Osten stammen und über die Seidenstraße nach Japan kamen. Darüber hinaus gibt es auch Designs, die unter dem Einfluss Südostasiens und des Westens entstanden, der im 16. Jahrhundert mit Handelsschiffen Japan erreichte. Diese, vor langer Zeit aus fremden Ländern nach Japan gekommenen Designs, erfuhren verschiedene Veränderungen und wurden zu einem selbstverständlichen Bestandteil der japanischen Tradition. Am Gofuku nach Kyoto-Art (Kimono) erkennt man die besondere Eigenschaft der Japaner, fremde Kulturen in ihr Alltagsleben einzubinden.

Ein typisches Merkmal von Kimonos ist ihre einfache Form. Der Grund dafür ist, dass Kimonos mit geradem Zuschnitt hergestellt werden, um eine Verschwendung kostbarer Seide zu vermeiden. Farbton und Design hängen vom Alter des Trägers/der Trägerin ab. Kimonos werden grob in zwei Gruppen unterteilt: gefärbte Kimonos für feierliche Anlässe (das Design wird nach Weben des weißen Stoffes aufgebracht) und gewobene Kimonos für zwanglose Anlässe (mit vorgefärbtem Faden gewobene Kimonos).

Gofuku nach Kyoto-Art (Kimonos) werden mit hoch entwickeltem traditionellem handwerklichem Können hergestellt. Dieses zeigt sich in Yuzen-Färbung, Kyokanoko (gepunktetes Kimono-Muster), Band-Färbung, Schnittmuster für Kimonos nach Kyoto-Art und dem Nishijin-Stoff. Die qualifizierten Handwerker sind durch Arbeitsteilung einem einzelnen komplizierten Arbeitsschritt zugeteilt. Durch ihre Hände wird zarte Seide zu einem Gofuku nach Kyoto-Art (Kimono) verarbeitet. Innerhalb von Kyoto gibt es zahlreiche Einrichtungen, in denen man den Handwerkern über die Schulter schauen kann.

Buchsbaum-Kämme

Holzkämme (Buchsbaum-Kämme) werden in Japan schon lange benutzt. Man hat Funde von über 6.000 Jahre alten Kämmen gemacht. Zu Beginn der Nara-Zeit wurde die Technologie zur Herstellung von Sägen aus China (Tang-Zeit) eingeführt. Mit den Sägen fertigte man Kämme, die in ihrem Stil den heutigen glichen. Der Gebrauch von sichelförmigen Kämmen verbreitete sich über ganz Ostasien, wo glattes Haar vorherrscht. Während sich in der Edo-Zeit der japanische Frisurenstil entwickelte, wurden in Japan viele verschiedene Arten von einzigartigen längsgerichteten Kämmen japanischer Art (Gabelform) entwickelt. Auch heute noch werden Buchsbaumkämme gerne von Männern und Frauen jeden Alters benutzt.

Als Materialien für Holzkämme werden Buchsbaum, Pflaumenholz, Kirschholz, Kamelieholz, Ebenholz und japanische Eiche verwendet, doch der Satsuma-Buchsbaum aus Ibusuki in der Präfektur Kagoshima gilt als das hochwertigste Material. Man nutzt dessen Holz vorwiegend zur Herstellung von Stempeln. Trotzdem ist es ein edles Holz von idealer Stabilität und Geschmeidigkeit. Nach dem Fällen von mindestens 35 Jahre alten Satsuma-Buchsbäumen wird deren Holz geräuchert und dann für ungefähr zehn Jahre gelagert, um stabiles Material zu erhalten. Würde das Holz direkt nach dem Fällen verarbeitet, würde es aufgrund des überschüssigen Wassers im Holz instabil. Kämme, die mit solchem Holz hergestellt werden, lassen sich aufgrund von auftretenden Krümmungen und Biegungen nicht lange benutzen. Aus dem Rohmaterial, das in einem langen Prozess getrocknet wurde, werden sorgfältig Stücke mit ausgezeichneter Holzmaserung ausgewählt. Jedes einzelne Stück durchläuft dann etwa acht Arbeitsschritte, wie z.B. das Schleifen und Polieren der Zähne, bis der Kamm fertiggestellt ist.

Je länger ein Buchsbaum-Kamm benutzt wird, desto glatter wird aufgrund von Reibungen mit dem Haar die Oberfläche seiner Zähne. Dadurch wird es leichter, sich mit ihm die Haare zu kämmen. Buchsbaum-Kämme sorgen für glänzendes und gesundes Haar, verhindern das Auftreten von statischer Elektrizität und beschädigen das Haar nicht. Die Zähne des Kammes regen nicht nur die Blutzirkulation der Kopfhaut an. Man glaubt sogar dass sie Haare wieder wachsen lassen und die Kopfhaut massieren. Eine weitere schöne Eigenschaft von Satsuma-Buchsbaum ist, dass Kamelienöl, welches auf die Oberfläche des Kammes aufgetragen wird, dessen gelbe Färbung bei längerer Benutzung (5-10 Jahre) in eine dunkle Bernsteinfarbe ändert.

Typisch für Kyoto sind auch die vielen Kosmetiker, die für den japanischen Frisurenstil japanischer Maikos (Geisha-Lehrlinge) und Geishas zuständig sind. Daher erfreuen sich jene Kämme einer großen Nachfrage. Es gibt auch spezielle Kämme, wie z.B. für Perücken-Frisuren in Kabuki, Noh, Kyogen und in historischen Dramen, oder Kämme, die für das Weben z.B. der handgewobenen Nishijin-Stoffe benutzt werden.

Sucht man nach einem solchen Kamm, empfiehlt sich der traditionelle, schlichte und orthodoxe sichelförmige Kamm wegen seiner praktischen Anwendbarkeit. Die exakten Abstände zwischen den Zähnen des Kammes sind wunderschön anzuschauen. Für kurzes glattes Haar sind Kämme mit schmalen Abständen zwischen den Zähnen zu empfehlen. Für langes gelocktes Haar sind jedoch Kämme mit groben Zähnen sinnvoller. Bei jungen Leuten sind neuerdings Kämme mit handgeschnitzten Blumenmustern und Lackkämme mit Gold- und Silber-Einlage gefragt.

Keramik im Kyoto-Stil und Kiyomizu Yaki (Keramik im Kyoto-Stil)

Sowohl Keramik, als auch Porzellan werden seit über 270 Jahren in Kyoto hergestellt. Kyoto war immer führend in der Herstellung japanischer Keramik. In Kyoto stehen viele Töpfer im Wettbewerb miteinander, angefangen von den traditionellen Töpfern, bis hin zu innovativen und kreativen Töpfern, die Kunstwerke fertigen. Was all diese Handwerker verbindet, ist Originalität, Raffinesse, Pracht, Eleganz, Stil und Intensität all ihrer Kreationen. Aufgrund der auf der gesamten Welt nur selten anzutreffenden gemeinsamen Entwicklung von Keramik und Porzellan wird, angefangen von Gebrauchsgeschirr bis hin zu Schmuckstücken für drinnen und draußen, nahezu alles gefertigt. Man liebt diese Kunstgegenstände als Teil einer Kultur von Kunst und Handwerk, die das Alltagsleben der Leute mit einem künstlerischen Anstrich verschönert. Der Grund für enorme Vielfalt und Charme der japanischen Keramik wird offensichtlich, wenn man einen kurzen Blick auf ihre Geschichte wirft.

Selbst aus globaler Perspektive sind herausragende Originalität, Vielfalt und Schönheit von Kyotos Keramik und Porzellan offensichtlich. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil des japanischen Alltags und tragen zur Schönheit des Alltagslebens bei. Der Grund dafür wird offensichtlich, wenn man die Geschichte der Keramik auf der ganzen Welt und die Geschichte der Kunst in Japan näher betrachtet. Die weltweit älteste Keramik wurde nicht in einer der vier Wiegen der Zivilisation (China, Ägypten, Indus-Gebiet und Mesopotamien) gefunden, sondern in Japan.

Keramik aus der Jomon-Zeit (ab etwa 10.800 v. Chr.) beeindruckt enorm und weist eine überwältigende Ausdruckskraft auf, wie sie in modernen Zeiten verloren gegangen ist. Das herausragende Gespür für Balance und feine Verzierungen bei der Yayoi-Keramik und die Charakteristika der Jomon-Keramik aus der vorhergehenden Ära beweisen, dass die Vorfahren der Japaner in der Lage waren, Keramik von absolut gegensätzlichen Eigenschaften zu produzieren. Zu dieser Zeit erlebte die Kupferkultur in China und im Rest der Welt gerade ihren Höhepunkt. Keramik war also veraltet. Im Gegensatz dazu macht man in Japan Fortschritte bei Brennöfen, Töpferscheiben und Glasur. Zusätzlich zu den sechs alten Keramikzentren entwickelte sich die Keramikproduktion nun in allen Teilen des Landes, wie in Kyoto, Karatsu und Hagi.

In der Muromachi-Zeit, als Schlichtheit und Raffinesse der Teezeremonie großen Einfluss hatten, wurde Seladon-Porzellan von China nach Kyoto transportiert. In der Momoyama-Zeit strebte man aufgrund des Einflusses von Kunst und Handwerk und der bildenden Künste mit Vehemenz nach Schönheit. "Oribe" und "Shino" waren die Haupttypen der damaligen Keramik. Im Jahre 1616 wurde zum ersten Mal Porzellan in Arita gebrannt, danach entwickelte man in schneller Folge Sometsuke (blaues und weißes Porzellan), Akae-Porzellan (rot bemalt) und Nabeshima-Porzellan. Im Jahre 1651 produzierten die Brennöfen am Fuße des Higashiyama-Berges und im Herzen Kyotos bereits feine, kunstvolle und harte Keramik, die die Qualität der im restlichen Japan produzierten Keramik weit übertraf. Mit Einführung der Porzellanproduktion begann die Gegend noch mehr zu florieren. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts hatten überragende Originalität und literarische und bildnerische Qualitäten der Werke von Ninsei Nonomura und Kenzan Ogata großen Einfluss auf sämtliche Keramikproduzenten. Porzellanproduzenten begannen, sich einen Wettbewerb zu liefern und es traten Genies wie Eisen und Mokubei auf. Zu Beginn der Meiji-Ära konkurrierte eine Anzahl ausgezeichneter Künstler wie Touzan und Hozen miteinander. In Taisho- und Showa-Zeit erschlossen zahlreiche ausgezeichnete Künstler neue Felder in der Keramik, wie z.B. Hazan, Yaichi, Rosanjin, Uichi und auch Kanjiro Kawai im Bereich der Volkskunst, und die Künstler von Sodeisha im Bereich moderner Kunstgegenstände.

Der große Charme der Keramik im Kyoto-Stil und von Kiyomizu Yaki (Keramik im Kyoto-Stil) basiert auf Errungenschaften aus über 13.000 Jahren und großen Verfeinerungen im Bereich Porzellan in mehr als 360 Jahren. Diese Keramikwaren sind allesamt das Ergebnis von höchster Perfektion, Erlesenheit, enormem Fachwissen und Kreativität in den bildenden und darstellenden japanischen Künsten und in Kunst und Handwerk, im Färben von Stoffen, in Architektur und Landschaftsgestaltung. All diese Künste florieren seit der Heian-Zeit vor über 1000 Jahren. Angefangen von Gebrauchsgeschirr, über Vasen und Gegenständen für die Teezeremonie, bis hin zu modernen Kunstwerken wird das Leben durch die Schönheit dieser Produkte bereichert. Das ist auch der Grund dafür, dass diese Kunst so vielen gefällt.

Buddhistische Familienaltäre

Die buddhistischen Familienaltäre, zu denen Japaner tagtäglich beten, haben ihren Ursprung in einer Verordnung aus den Chroniken von Japan, einem der ältesten historischen Dokumente des Landes. Diese Verordnung von Kaiser Tenmu besagte, dass alle japanischen Hofadeligen ein buddhistisches Heiligtum in ihren Häusern errichten mussten, das eine buddhistische Darstellung und eine Heilige Schrift enthalten sollte. Diese Verordnung trat am 27. März des Jahres 685 in Kraft und so wird dieser Tag als Entstehungsdatum der buddhistischen Altäre angesehen. Die frühesten buddhistischen Familienaltäre wurden wohl aus Materialien wie Stein, Erde und Holz hergestellt. Sie befanden sich in Tempeln und in den Wohnsitzen der Hofadeligen. Unter den einfachen Leuten verbreitete sich der Gebrauch von buddhistischen Familienaltären zu Beginn der Edo-Zeit aufgrund eines Systems zur Glaubensregistrierung in den Tempeln. Dieses System legte fest, dass jeder Bürger einen Familientempel auswählen musste, bei welchem er Gemeindemitglied wurde.

Ursprünglich waren die Lehren des Buddhismus für diejenigen gedacht, die Erleuchtung und Buddhaschaft erlangen wollten. Da neue Ideen während der Asuka-Zeit über die Seidenstraße, China und die koreanischen Halbinsel nach Japan gelangten, enthielt der japanische Buddhismus bereits die "Ahnenverehrung" des Konfuzianismus. Außerdem wurde von Zensekte in Kamakura Period Ihai (Buddhistische Gedenktabletten) gebracht. Bewahrend es Buddhistische Altäre in der Familie, weil Ihai (Buddhistische Gedenktabletten) in Edo-Periode verallgemeinert hatte, kam, um zu tendieren, den Vorfahren gedacht zu werden. Aber, die Familie, die Buddhistische Altäre ursprünglich eine Stelle sein sollten, wo dem erst Bild der Sekte in jedem Heim gegenübergestanden wird.

Buddhistische Familienaltäre können grob in buddhistische Familienaltäre mit Blattgoldauflage und buddhistische Familienaltäre aus exotischem Holz unterteilt werden. Die Stadt Kyoto war das Zentrum von Kultur, Kunst und Gewerbe, seit sie mit Beginn der Heian-Zeit zur Hauptstadt wurde. Außerdem gibt es in Kyoto viele große und kleine Tempel, die jede buddhistische Schule dort vertreten. Dies macht Kyoto auch zum Zentrum buddhistischer Kultur, Kunst und Gewerbe. Buddhistische Familienaltäre im Kyoto-Stil sind Altäre, die in Kyoto hergestellt werden und höchste Ansprüche in jeglicher Hinsicht erfüllen. Sie sind durch Blattgoldauflage und Lackarbeiten gekennzeichnet. Diese Altäre werden in einem System der Arbeitsteilung von Handwerkern hergestellt, die über das Können verfügen, welches seit der Heian-Zeit in Kunst und Handwerk Kyotos entwickelt wurde. Selbst Werkstücke, von denen man glaubt, dass sie nicht in sorgfältiger Handarbeit hergestellt wurden, zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit ausgefeilter Handwerkskunst und großem Können gefertigt wurden. Darauf sind die Einwohner Kyotos sehr stolz. Seit der Edo-Zeit kamen Handwerker aus Produktionszentren des ganzen Landes nach Kyoto, um die Methoden zur Herstellung von Altären zu erlernen. Nachdem sie diese Methoden beherrschten, kehrten die Handwerker in ihre Heimat zurück und gaben diese Techniken weiter. Das bedeutet, dass Kyoto einen großen Einfluss auf Produktionszentren von buddhistischen Familienaltären aus Lack im ganzen Lande hatte. Sie werden in Handarbeit hergestellt. Ihre Bauweise unterscheidet sich je nach buddhistischer Schule, da sie eine Miniaturausgabe der Haupttempel der buddhistischen Schulen darstellen. Daher können buddhistische Familienaltäre im Kyoto-Stil nicht als Massenartikel hergestellt werden. Buddhistische Familienaltäre im Kyoto-Stil, buddhistische Ritualgegenstände im Kyoto-Stil und auch Produkte des traditionellen Kunsthandwerks, die vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie als solche bestätigt wurden, werden hergestellt, um die Nachfrage danach im ganzen Lande zu befriedigen.

Gleichzeitig verbreiten sich seit Beginn der Meiji-Zeit buddhistische Familienaltäre aus exotischem Holz. Insbesondere nach dem großen Kanto-Erdbeben wurden diese Altäre in großen Mengen produziert, um der Nachfrage nach buddhistischen Familienaltären Rechnung zu tragen. Im Gegensatz zu buddhistischen Familienaltären mit Blattgoldauflage konnten diese Altäre aufgrund ihrer vereinfachten Bauweise bis zu einem gewissen Grad als Massenartikel produziert werden. Deswegen und aufgrund ihres niedrigeren Preises und des sich ändernden Lebensstils in Japan stieg die Nachfrage nach ihnen stark an. Für ihre Herstellung werden normalerweise Palisander und Ebenholz benutzt. Charakteristisch für diese Altäre ist, dass sie im Vergleich zu buddhistischen Familienaltären aus Lack einfacher aufgebaut sind, da das verwendete harte Laubholz ihre Herstellung erschwert. In letzter Zeit ist aufgrund der Gegebenheiten in modernen Häusern die Nachfrage nach kleineren Altären in Möbeldesign gestiegen, die z.B. zum Fußboden passen oder auf Kommoden oder Sideboards gestellt werden können.

Gebetsperlen

Gebetsperlen sind unentbehrliche Ritualgegenstände für das buddhistische Gebet. Eine bestimmte Anzahl von Perlen mit Löchern wird auf eine Schnur gefädelt und bildet so eine Kette. Diese hält man während eines buddhistischen Gebets oder während des Singens von Sutren in Händen. Man vermutet, dass Perlen, die man im altindischen Brahmanismus verwendete, in den Buddhismus übernommen wurden. Außerdem glaubt man, dass diese Perlen zu Zeiten der Eroberungen Alexanders des Großen nach Westeuropa gelangten und somit zur Grundlage für den Rosenkranz der Christen wurden.

An der Gebetskette befinden sich normalerweise 108 Perlen. Es gibt verschiedene Interpretationen dafür, sie sollen z.B. für das "Erlöschen der 108 weltlichen Leidenschaften" oder "108 gute Taten" darstellen. Das Aussehen der Gebetsperlen unterscheidet sich je nach buddhistischer Schule, z.B. in der Anordnung von Perlen und Quasten. Ein paar Schulen nehmen es mit der Anzahl der 108 Perlen nicht so genau. Vereinfachte Gebetsperlen, die einen ausreichend großen Kreis bilden, um um die Hände zu reichen und an denen eine Quaste angebracht ist, sind ebenfalls weit verbreitet. Man vermutet, dass die Gebetsperlen Mitte des 6. Jahrhunderts eingeführt wurden, als auch der Buddhismus nach Japan kam. Man glaubt, dass Gebetsperlen ursprünglich aus 108 Perlen mit einer größeren Oyadama (Perle im Zentrum) bestanden, die alle von einer Schnur zusammengehalten wurden.

Die Zahl 108 steht für die Anzahl der weltlichen Leidenschaften der Menschheit. Das Konzept von den weltlichen Leidenschaften ist eine der Lehren des Buddhismus. Weltliche Leidenschaften sind Gefühle, die Verstand und Körper verwirren und durcheinanderbringen. Diese Gefühle stehen den Menschen im Weg, wenn sie spirituelle Erleuchtung erlangen wollen. Die Rolle der Gebetsperlen soll es nun sein, diese weltlichen Leidenschaften auszutreiben. Diese Übung hat die gleiche Bedeutung wie das tägliche Beten vor einem buddhistischen Familienaltar. Die Gebetsperlen werden jedoch nicht immer auf diese Weise benutzt - dies hängt ganz von der jeweiligen buddhistischen Schule ab. Kristallglas und Früchte des Lindenbaumes werden gerne als Rohmaterialen für die Herstellung von Gebetsperlen verwendet. Doch die Aussage, dass die Wirksamkeit von Gebetsperlen vom verwendeten Material abhängt, ist in sich selbst schon wieder ein Ausdruck weltlicher Leidenschaften. Perlen können als Gebetsperlen benutzt werden, wenn sie Löcher in der Größe besitzen, dass eine Schnur hindurchgeführt werden kann. Außerdem sollten die Perlen aus hartem und langlebigem Material bestehen.

Die üblicherweise für Gebetsperlen verwendeten 108 Perlen heißen Omodama (Hauptperlen). Es gibt zwei Perlen namens Oyadama (Perle im Zentrum), die je nach Schule ein oder zwei Größen größer sind als die Omodama (Hauptperlen). Außerdem gibt vier Perlen namens Shiten oder Shibosatsu (vier Bodhisattwas), die eine Größe kleiner sind als die Omodama (Hauptperlen). Zur Herstellung der Gebetsperlen werden zuerst 33 Omodama (Hauptperlen) vor einer Oyodama (Perle im Zentrum) aufgereiht. Danach reiht man 14 Omodama (Hauptperlen) und eine Shiten auf. Im Anschluss daran werden sieben weitere Omodama vor einer Oyadama (Perle im Zentrum) aufgereiht. Zum Schluss kommen sieben weitere Omodama (Hauptperlen), eine Shiten und 33 Omodama (Hauptperlen) dazu, die an die erste Oyadama (Perle im Zentrum) anschließen. Die Perlen werden nun auf eine Schnur gereiht und damit aneinander befestigt. Nun wird eine Befestigung für die Quaste an einer Oyadama (Perle im Zentrum) angebracht. Die Gebetsperlen werden für viele Schulen in gleicher Weise angefertigt. Das einzige, woran man die verschiedenen Schulen unterscheiden kann, ist oft nur die Anordnung der Quaste.

Räucherstäbchen

Räucherstäbchen kamen gemeinsam mit der Einführung des Buddhismus nach Japan. Ihren Ursprung hatten sie in Indien, in China entwickelten sie sich zu einer Medizin. In Japan wurden Räucherstäbchen sehr geschätzt, da man ihrem Geruch "zuhörte" (nicht nur roch), was dann zur Entwicklung der Weihrauchzeremonie führte. Die Weihrauchzeremonie entwickelte sich aus der Beschäftigung mit künstlerischen und therapeutischen Ideen. Mit ihrer hohen künstlerischen Perfektion, wie sie auch in der Teezeremonie und im Ikebana gefunden werden kann, ist sie etwas einzigartig Japanisches.

Angeblich wurde der Gebrauch von Räucherstäbchen gemeinsam mit dem Buddhismus nach Japan gebracht. Der Duft von Räucherstäbchen soll Körper und Seele läutern, den Bereich vor einem buddhistischen Altar reinigen und Unglück vertreiben. Außerdem glaubt man, dass der sich frei verbreitende Duft von Räucherstäbchen dem Mitgefühl Buddhas gleicht, das allen Menschen ohne Unterschied gesendet wird. Zündet man Räucherstäbchen nicht als Gabe an Buddha an, so nennt man das "Soradaki" (einen Bereich parfümieren). Der Duft des aromatischen Holzes hat einen beruhigenden Einfluss, daher wird die positive Wirkung von Räucherstäbchen auf Gesundheit von Körper und Seele auch im medizinischen Bereich angewendet, wie z.B. Aromatherapie oder Aromachologie. In Experimenten wurde herausgefunden, dass der Duft von Aloe die Alphaströme im Gehirn verstärkt.

Es gibt eine Vielzahl an Räucherstäbchen, deren aromatisches Holz direkt verwendet wird, so z.B. Kizami, Wari, Sasade und Tsume. Außerdem gibt es Räucherstäbchen, bei denen man mehrere aromatische Hölzer verbindet, wie z.B. bei Räucherstäbchen in Stäbchenform, spiralförmigen Räucherstäbchen und kegelförmigen Räucherstäbchen. Es gibt auch verschiedene Arten von Räucherstäbchen für einen bestimmten Gebrauch, wie z.B. Räucherstäbchen in Stäbchenform, die hauptsächlich als Opfergabe in buddhistischen Tempeln verwendet werden, und Räucherstäbchen, die eine Raumbeduftung nach japanischer Art schaffen, wenn ein Gast zu Besuch kommt. Zudem gibt es wie auch bei Teezeremonie und Ikebana eine Kunst der Weihrauchzeremonie. Es handelt sich hierbei um eine bestimmte Art und Weise, dem Duft der Räucherstäbchen "zuzuhören" (der Begriff "Geruch" wird dabei nicht benutzt) und ihn zu würdigen. Räucherstäbchen in Stäbchenform, kegelförmige Räucherstäbchen und spiralförmige Räucherstäbchen können direkt angezündet werden, um deren Duft zu genießen. Bei diesen Sorten wird der Bereich unterhalb des glimmenden Teils von der Glut erhitzt und gibt einen angenehmen Duft ab. Sucht man nach einem angenehmen Duft, muss man aufpassen, den Rauch nicht direkt einzuatmen.

Die Geschichte der Räucherstäbchen in Japan begann im April des Jahres 595, als ein Stück Aloeholz bei Awajishima an Land gespült wurde. Weil dies im April passierte und weil das Schriftzeichen für "Duft" mit etwas Phantasie in die Grapheme für die Zahl 18 aufgeteilt werden kann, wurde der 18. April zum "Tag der Räucherstäbchen" in Japan.

Japanische Schminktücher

Mit der Edo-Zeit begann auch der weitverbreitete Gebrauch japanischer Schminktücher. Japanische Schminktücher entstehen aus dem Papier, das bei der Herstellung von Blattgold verwendet wird. Bei der Herstellung von Blattgold wird ein Stück Gold zwischen zwei Blätter japanisches Papier gelegt, die jeweils 18 Quadratzentimeter groß sind. Der gesamte Bereich wird dann mit einem Hammer oder einem anderen Werkzeug bearbeitet, um Druck auszuüben und das Gold zu Blattgold auszuschlagen. Das dabei benutzte japanische Papier wird nun wiederverwendet und zu japanischen Schminktüchern verarbeitet.

In Kyoto dienten diese Schminktücher als professionelle Utensilien für Schauspieler bei Filmproduktionen, da sich damit deren Make-up länger hielt. Ihr Gebrauch verbreitete sich dann unter den Geishas und Maikos (Geisha-Lehrling) in Gion. Heutzutage wird dieses Papier ganz normal in Geschäften verkauft. Man nennt japanische Schminktücher auch Furoyagami, Kishi und Ukonshi. Ihr Gebrauch war bereits in der Edo-Zeit weit verbreitet. In alten Büchern wird dieses Papier als Furoyagami (Furo bedeutet Bad und Gami bedeutet Papier) bezeichnet, weil man damit das Hautfett aus dem Gesicht entfernte und die Haut so weich machte, dass man aussah, als wäre man gerade aus dem Bad gekommen.

Japanische Schminktücher entstehen aus dem Papier, das bei der Herstellung von Blattgold verwendet wird. Bei der Herstellung von Blattgold wird ein Stück Gold zwischen zwei Blätter japanisches Papier gelegt, die jeweils 18 Quadratzentimeter groß sind. Der gesamte Bereich wird dann mit einem Hammer oder einem anderen Werkzeug bearbeitet, um Druck auszuüben und das Gold zu Blattgold auszuschlagen. Das dabei benutzte japanische Papier wird nun wiederverwendet und zu japanischen Schminktüchern verarbeitet. Von der Edo-Zeit bis heute wurde Blattgold hauptsächlich im Gebiet um Kanazawa in der Präfektur Ishikawa produziert.

Angeblich wurden die japanischen Schminktücher in Kyoto dann populär, als sie bei der Filmproduktion eingesetzt wurden. Seit dem Zeitpunkt, zu dem erstmals Filme in Japan produziert wurden, gilt Kyoto als Zentrum der Filmproduktion. In den Anfängen der Filmproduktion verursachte die starke Beleuchtung in den Studios eine große Hitze, was die Gesichter der Schauspieler ölig glänzen ließ, nachdem das Make-up schon aufgetragen war. Mit dem Gebrauch japanischer Schminktücher hielt das Make-up dann wesentlich länger und so wurden sie zu einem unentbehrlichen und häufig benutzten Utensil. Früher waren diese Papiere viermal so groß wie heute. Diese Papiere waren allerdings auch für den professionellen Gebrauch gedacht. Ihr Gebrauch verbreitete sich dann unter den Geishas und Maikos (Geisha-Lehrling) in Gion und schließlich wurden sie bei allen Frauen sehr beliebt. Danach setzte sich ihre jetzige Größe von neun Quadratzentimetern als Standardgröße durch, da sie so leichter zu transportieren sind. Heutzutage werden diese Papiere ganz normal in Geschäften verkauft.

Ein wichtiger Faktor für die Beliebtheit der japanischen Schminktücher ist, dass die Menschen in der modernen Zeit sehr viel Wert auf Sauberkeit legen. Japanische Schminktücher werden hauptsächlich von Frauen benutzt, um ihr Make-up wieder in Ordnung zu bringen. Frauen benutzen eine Grundierung, um ihr Gesicht abzudecken, sodass ihre Haut schön aussieht. Aus einem ganz ähnlichen Grund ziehen sie sich auch Strumpfhosen über die Füße. Nach einer gewissen Zeit beginnt das Hautfett an der Hautoberfläche zu erscheinen. Japanische Schminktücher werden benutzt, um überschüssiges Hautfett vom Gesicht zu entfernen. Drückt man das Papier sanft gegen die Haut, saugt es das Hautfett auf. Japanische Schminktücher aus japanischem Papier, das Schlägen ausgesetzt wurde, sind ideal dafür. Zusätzlich kann man durch häufigen Gebrauch von japanischen Schminktüchern verhindern, dass Öl an den Schwämmen hängenbleibt, mit denen man die Grundierung verteilt. In letzter Zeit benutzen sogar junge Männer, die sich mit einem fettigen Gesicht unwohl fühlen, begeistert und häufig die japanischen Schminktücher.

Frische japanische Süßigkeiten nach Kyoto-Art

Frische japanische Süßigkeiten nach Kyoto-Art sind aus verschiedenen Zutaten handgemachte Süßigkeiten, die mit ihren Farben und Formen Eindrücke von Japans vier Jahreszeiten und seiner landschaftlichen Schönheit wiederzugeben versuchen. Die Namen der Süßigkeiten sollen an japanische Geschichten und Gedichtsammlungen erinnern, wie das Manyoshu oder die Geschichte vom Prinzen Genji. Sie bestehen hauptsächlich aus Reismehl und verschiedenen Arten von Azuki-Bohnen, wie z.B. den Tanba Dainagon (erstklassige Tanba Azuki-Bohnen), Hokkai Azuki-Bohnen und den weißen Bitchu Azuki-Bohnen. Es wird Uruchi-Mai (japanischer weißer Reis) in Pulverform und Klebreis verwendet, der Name des Reises und seine Benutzung hängen von der Feinheit des Pulvers ab. Des Weiteren verwendet man Mehl, pulverisierte Pfeilwurz und Zucker als Zutaten. Die verschiedenen Formen von Zucker, also weißer Zucker, Puderzucker, Kristallzucker und brauner Zucker, werden alle für jeweils unterschiedliche Zwecke benutzt.

Es gibt auch eine einzigartige Zutat namens "raffinierter Wasabon-Zucker", einem alten japanischen Zucker. Durch Vermengen der Zutaten stellt man einen Teig her. Die Bohnenpaste wird gesondert herstellt. Nach Umwickeln der Bohnenpaste mit dem Teig werden verschiedenen Gebilde geformt, die an die jeweilige Jahreszeit erinnern. Der Teig kann durch das Mischungsverhältnis der einzelnen Zutaten verändert werden. Die eingewickelte Bohnenpaste ist jedoch grundsätzlich Azuki-Bohnenpaste, entweder mit ganzen Bohnen oder püriert.

Gebilde, die an die Jahreszeiten erinnern, sind Pflaumenblüten, Kirschblüten und grüne und rote Ahornblätter. Sie werden alle mit denselben Zutaten hergestellt. Bei der Kirschblüte zum Beispiel wird die Süßigkeit manchmal in Form einer ganzen Blüte hergestellt, manchmal aber auch nur in Form eines einzelnen Blütenblattes. Um die Farbe einer Kirschblüte herzustellen, vermengt man Pfirsichfarbe mit schwarzem oder weißem Teig. Süßigkeiten können also nach Belieben in gegenständlicher und abstrakter Form hergestellt werden. Die Vorstellung von einer Süßigkeit wird stark durch ihren Namen beeinflusst. Es ist Teil der japanischen Kultur, aus dem gleichen Teig verschiedene Formen zur Würdigung der Jahreszeiten herzustellen. Ausländer sind oft verwirrt, dass verschiedene Süßigkeiten in unterschiedlichen Farben und Formen den gleichen Geschmack haben.

Ryokan (Hotel im japanischen Stil)

Die Bezeichnung Ryokan (Hotel im japanischen Stil) bezieht sich auf Unterkünfte, die schon seit alten Zeiten speziell auf die Wünsche japanischer Reisender eingerichtet sind.

Ryokan (Hotels im japanischen Stil) sind absolut einzigartige Unterkünfte im japanischen Stil. Heutzutage werden sie von den Japanern als Unterkunft gewählt, die einzigartige japanische Architektur in Verbindung mit Gewohnheiten aus alten Tagen erleben wollen. Sie finden aber auch bei ausländischen Besuchern großen Zuspruch.

Ihre Gästezimmer sind Tatamiräume im japanischen Stil. In den Gästezimmern können normalerweise zwei bis fünf Personen untergebracht werden. In manchen Ryokan (Hotels im japanischen Stil) betreibt eine Frau, die Okami genannt wird, das Hotel und Nakai (Personal für die Gäste) nehmen sich der Wünsche der Gäste im Stil von Omotenashi (Gastfreundschaft) an. Ryokan (Hotels im japanischen Stil) sind in der letzten Zeit auch unter ausländischen Besuchern sehr gefragt, da man in ihnen die einheimische und traditionelle Kultur erleben kann, wie z.B. japanische Kleidung, Essen und Zimmer im japanischen Stil etc. Dies findet man so nicht in einem Hotel westlichen Stils vor. In den meisten Fällen besitzen Ryokan (Hotels im japanischen Stil) Gemeinschaftsbäder. Manche dieser Hotels haben keine Badezimmer in den Gästezimmern. Zudem gibt es viele Hotels im japanischen Stil, die heiße Quellen besitzen.

Die Mahlzeiten in Ryokan werden mit einer großen Vielfalt regionaler Lebensmittel und Kochmethoden zubereitet. Viele Gerichte bestehen aus Meeresfrüchten. Ryokan (Hotels im japanischen Stil) in Bergregionen bieten aber auch Fleischgerichte an. Üblicherweise isst man im Gästezimmer. In letzter Zeit wurden jedoch in vielen Ryokan separate Schlaf- und Essbereiche eingerichtet, sodass die Gäste außerhalb des Gästezimmers essen. Zudem haben viele der Gasthäuser Banketträume im japanischen Stil für Reisegruppen. In jedem Gästezimmer liegt ein Yukata (dünner Kimono) bereit, der normalerweise innerhalb des Ryokan (Hotel im japanischen Stil), in Städten mit Thermalbädern auch außerhalb des Ryokan (Hotel im japanischen Stil) getragen wird. Der Preis für das Zimmer beinhaltet Abendessen und Frühstück, üblicherweise also zwei Mahlzeiten pro Übernachtung.

Yatsuhashi (Süßigkeit nach Kyoto-Art)

Yatsuhashi (Kyoto süß) sind Süßigkeiten aus Kyoto in der Edo-Zeit geboren.

Kengyo Yatsuhashi war der Großmeister der Koto-Musik (mit einem zitherartigen Instrument) in der frühen Edo-Zeit und hat Viel berühmte Melodien wie z.B. "Rokudan no shirabe" hinterlassen. Auf ihn geht die moderne Koto-Musik (mit einem zitherartigen Instrument) zurück. Nach seinem Tod wurde er im Joko-in-Tempel in Kurodani (Yatsuhashi-Tempel) beerdigt. Sein Grab wurde fortwährend von vielen Leuten besucht. Aus diesem Grund wurde vier Jahre nach dem Tod von Kengyo Yatsuhashi im Jahre 2 der Genroku-Ära (1689) eine trockene Süßigkeit in Form einer Koto (ein zitherartiges Instrument) nach seinem Namen "Yatsuhashi" (Süßigkeit nach Kyoto-Art) benannt und von da an im Bereich der Kurodani Sando (Zufahrtsstraße) des Shogo-in-Tempels verkauft. Und etwa 320 Jahre später, sind Yatsuhashi (Süßigkeit nach Kyoto-Art) immer noch heiß begehrt.

Yatsuhashi (Süßigkeiten nach Kyoto-Art) werden aus Reismehl, Zucker und Zimt für den Duft hergestellt. Beim Begriff Yatsuhashi (Süßigkeiten nach Kyoto-Art) denkt man normalerweise als allererstes an frische japanische Süßigkeiten, in denen Bohnenpaste mit ganzen Bohnen in ungebackene Yatsuhashi (Süßigkeit nach Kyoto-Art) gewickelt ist. Die Süßigkeit wurde im Jahre 35 der Showa-Zeit (1960) exakt einen Tag vorm Gion-Fest bei einer Omotesenke-Teezeremonie erfunden, die jedes Jahr im Gion Ichiriki-tei abgehalten wird. Eine weitere japanische Süßigkeit erhielt den Namen "Mikimochi". Sie besteht aus pürierter Bohnenpaste in ungebackenen Yatsuhashi (Süßigkeiten nach Kyoto-Art) und wurde von Meister Sokuchusai hergestellt. Die Kundschaft liebte sie. So entstand die Süßigkeit "Mikimochi", die später auch als gewerbliches Erzeugnis verkauft wurde.

Yatsuhashi (Süßigkeiten nach Kyoto-Art) haben Füllungen aus Bohnenpaste mit saisonalen oder schwarzem Sesam-Bohnen-Paste und es gibt viele andere Variationen. Yatsuhashi (Süßigkeiten nach Kyoto-Art) sind auch eine typische Süßigkeiten als Geschenk des Kyoto Sightseeing.

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